Behandlung in der homöophatischen Praxis

Behandlung in der homöophatischen Praxis 2019-10-16T15:16:54+02:00

Das erste Gespräch

Zum ersten Gespräch sollten sie auf jeden Fall viel Zeit mitbringen. In der Regel dauert das Erstgespräch zwei Stunden . Die Aufgabe des Homöopathen besteht darin das, für den Zustand des Patienten ähnlichste Arzneimittel zu finden. Dazu benötigt er bis ins kleinste Detail gehende Beschreibungen der Symptome seines Patienten. Neben der Anamnese des Patienten sind jedoch auch Krankheiten und Auffälligkeiten in der Familie ausschlaggebend für die Verschreibung. All diese Daten werden notiert, um sie später mit den in Frage kommenden Arzneimittelbildern zu vergleichen. Besonderes Augenmerk wird dabei auf nicht alltägliche, herausragende Symptome ,Hahnemann nannte sie eigentümliche absonderliche ,Symptome, gelegt. Sollten sie bereits Medikamente einnehmen bringen sie diese bitte mit. Auch Vorbefunde und Impfbücher können hilfreich sein.

Die Verschreibung

Selten wird das richtige Mittel schon während des ersten Gesprächs völlig klar. Je länger die Krankheit schon besteht und je häufiger Krankheitssymptome schon unterdrückt wurden, desto mehr wird das ursprüngliche Bild verschleiert. Deshalb bekommen Sie das Arzneimittel in der Regel nicht sofort mit. Nach dem Aufnehmen des Falles ist es nun die Aufgabe des Homöopathen, aus den Hunderten von homöopathischen Arzneimitteln genau dasjenige herauszusuchen, dessen Mittelbild zu Ihrem Zustand am besten passt. Hierbei kann manchmal ein scheinbar banales Symptom den Ausschlag zwischen zwei Mitteln geben. Es ist daher verständlich wie wichtig es ist, jede Frage genau und wahrheitsgemäß zu beantworten. Wenn das richtige bzw. ähnlichste Mittel gefunden ist, nehmen Sie es nach den Anweisungen des Homöopathen zu sich. Hierbei ist zu beachten, dass bestimmte Nahrungsmittel die Wirkung der homöopathischen Arzneimittel massiv stören oder sogar aufheben können: v.a. Kaffee und Pfefferminze zählen zu den größten Antidoten.

Das Folgetermin

In der Regel wird der Patient gebeten, sich 14 Tage nach Einnahme des Mittels telefonisch zu melden, wie es ihm ergangen ist. Welche Beschwerden haben sich verändert, welche sind verschwunden , welche sind evtl. neu dazugekommen? Ein ausführliches Folgegespräch wird dann ca. 6-8 Wochen nach der Erstanamnese geführt, um zu entscheiden, wie die Behandlung fortgeführt wird, ob das Mittel immer noch das richtige ist,,ob vielleicht die Potenz verändert werden sollte,oder ob ein neues Mittel angezeigt ist. Der weitere Verlauf der Behandlung und der Abstand der Sitzungen richtet sich nach dem Heilungsverlauf. Bei akuten Erkrankungen erfolgt das Folgegespräch selbstverständlich früher,
vielleicht schon nach Stunden oder am nächsten Tag.